Ist Burn-Out eine Modeerkrankung?

Seit einigen Jahren wird „Burnout“ als Volkskrankheit Nummer eins angeführt. Die Konfrontation mit dem Thema ist unumgänglich geworden. Burnout-Patienten bieten ein verheerendes Bild – Apathie, völlige Erschöpfung, Leere in den Augen. Heruntergebrochen entfallen auf jeden Angestellten bis zu 8.250 Euro im Jahr für die Bekämpfung von Burnout im Unternehmen. In manchen Berufen scheint der Burnout schon vorprogrammiert: 30 % der Lehrer und Krankenschwestern leiden an einem kompletten Burnout. Die schlechten Arbeitsumstände, die niedrige soziale Wertschätzung und der massive Arbeitsaufwand scheinen hier zwangsläufig in Burnout zu enden. Doch das ist nicht einmal die Spitze: die Berufsgruppe der Sozialarbeiter und –pädagogen weist mit über 38 % eine noch deutlich höhere Rate auf.

Berufsgruppen mit der höchsten prozentualen Erkrankungsrate an Burnout (geschätzte Dunkelziffer) Doch nicht nur die Erkrankungsquoten sind enorm hoch, auch die Rehabilitierungsrate ist sehr schlecht – nur rund zwei Drittel der Burnout-Patienten können an ihre alte Position zurückkehren. Die anderen Patienten sind nicht mehr oder nur noch in viel geringerem Maß als früher leistungs- und arbeitsfähig.