Grenzen überschreiten

Grenzen überschreiten

Grenzen überschreiten

 

Grenzen sind wichtig. Sie sind zu Ihrem Schutz da. Andere sollten es tunlichst vermeiden, Ihre Grenzen zu überschreiten. Geschieht dies doch, können sie sich auf etwas gefasst machen. Da müssen klare Worte her, damit die Regeln ein für alle Mal deutlich sind.

Doch wie sieht es mit den Grenzen aus, die Sie sich selbst gesetzt haben? Haben Sie keine? Das ist äußerst unwahrscheinlich. Klar ist es sehr viel einfacher, bei anderen wahrzunehmen, wenn diese sich Grenzen setzten und sich dadurch vielleicht selbst im Weg stehen.

Die eigenen Grenzen sind natürlich auch schwierig wahrzunehmen. Sie sind ja meist schon ein Leben lang vorhanden. Zumindest für das eigene Bewusstsein. Auch vor uns selber schützen wir uns mit unseren Grenzen. Wir könnten uns ja unnötig in Gefahr bringen, zum Beispiel, weil wir uns Dinge trauen, die uns schaden können.

Vor Reisen in abenteuerliche Gegenden, in denen wilde Tiere oder unvorhersehbare Zustände herrschen. Da bleibt so mancher lieber auf dem heimischen Sofa und legt die Beine auf den Tisch. Komplett ohne zu hinterfragen, ob die besagten Grenzen noch aktuell sind oder es vielleicht doch eher an der Zeit ist, sie zu verschieben oder gar gänzlich zu entfernen.

Denn Grenzen stellen wir häufig sehr früh in unserem Leben auf und viele stammen ursprünglich noch nicht einmal von uns selbst. Unsere Eltern oder andere wohlmeinende Menschen haben sie für uns aufgestellt. Doch wenn Sie nicht regelmäßig einen Checkup machen, könnte es sein, dass Sie es niemals schaffen, Ihr wirkliches Potential auszuschöpfen.

Doch eine Frage bleibt: Haben Sie sich schon einmal gewagt, eine solche Grenze zu überschreiten? Haben Sie erlebt, wie befreiend es sein kann, über sich hinaus zu wachsen? Spürten Sie, wie befriedigend es ist, Dinge zu schaffen, von denen Sie nie gewagt hätten zu träumen? Weil sie nur für andere wahr werden durften? Weil man in Ihren Kreisen so etwas nicht tut? Weil Sie dafür zu alt sind? Oder zu jung? Weil Sie dafür nicht genügend Geld haben? Weil Sie ja aus Ihrem Leben und Ihrer Haut nicht heraus können?

Lassen Sie sich eines gesagt sein: Das Leben gehört den Mutigen. Denn jeder Mensch wird als kleines Baby geboren, das in den ersten Tagen kaum mehr kann als ein Durchlauferhitzer. Doch täglich kommt immer mehr dazu. Als Kinder sind wir alle kreativ, wir lieben es, zu lernen und uns zu bewegen. Es ist für uns selbstverständlich, dass wir Neues so lange versuchen, bis wir es schaffen, und sei es noch so schwer wie Laufen oder Fahrrad fahren.

Wir stellen uns nicht vor die neuen Aufgaben und machen uns darüber Gedanken, warum genau wir nie in der Lage sein werden, sie zu bewältigen. Wir handeln einfach und wachsen über uns hinaus. Wie weise wir als Kinder doch waren…

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One Response so far.

  1. Annette sagt:

    Liebe Sylvia
    du verfasst immer wieder tolle Texte mit guten Gedanken. So auch dieser.
    Vielen Dank für deine Unterstützung
    Annette

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