Schuldzuweisungen

Schuldzuweisungen

Schuldzuweisungen

In vielen Beziehungen und Lebensgemeinschaften sind sie Alltag, im Arbeitsleben begegnen sie uns nur allzu oft und selbst vor der Politik machen sie keinen Halt: Schuldzuweisungen.
Ein Mensch fühlt sich schlecht behandelt, hat den Eindruck, andere machen ständig Fehler und die Schuld für das eigene Versagen trägt eh die Gesellschaft, der Arbeitgeber oder die schlechte Kindheit. Die Fehler und die Schuld werden bequemerweise bei anderen gesucht.

Doch wussten Sie, dass Schuldzuweisungen häufig mehr über den Menschen aussagen, der sie ausspricht, als über den, dem sie gelten? Tatsächlich, denn ein Mensch, der bei anderen Menschen Fehler sucht, drückt im Grunde nichts anderes aus, als dass seine eigenen Bedürfnisse nicht ausreichend Beachtung finden und unerfüllt bleiben.
Erstaunlich ist, dass die meisten Menschen praktisch blind für diese, ihre eigenen Bedürfnisse sind.

Schuldzuweisungen lösen Emotionen aus

Das Unangenehme an Schuldzuweisungen ist, dass sie bei dem angegriffenen Menschen zu unnötigen Diskussionen und Konfrontationen führen. Der Mensch fühlt sich ungerecht behandelt und zu Unrecht angegriffen. Im Laufe der Zeit entsteht ein regelrechter Machtkampf. Die Situation verhärtet sich und die Spannung steigt und die Empfindlichkeit nimmt zu. Schon beim allerkleinsten Anlass kommt es zu Streit und Aggressionen und die Atmosphäre wird immer mehr vergiftet – ein sehr schlechter Nährboden für zwischenmenschliche Beziehungen und ein noch schlechterer für ein Team, das eigentlich zusammenarbeiten sollte. Denn anstatt alle Energie in das gemeinsame Projekt zu stecken und die gegenseitigen Stärken zu erkennen, fließt immer mehr Energie in den entstandenen Machtkampf und die überschießenden Emotionen.

Schuldzuweisungen fallen uns bei Nahestehenden leichter

Besonders bei Menschen, zu denen wir ein großes Vertrauen aufgebaut haben, fällt es uns schwer, auf Schuldzuweisungen zu verzichten. Fatalerweise nehmen wir an, dass diese Menschen ganz genau wissen müssten, was in uns vorgeht und welche Bedürfnisse wir haben. Haben wir den Eindruck, dass sie dies nicht können, fühlen wir uns schnell verraten und ungeliebt. Doch wenn Sie sich selbst schon nicht über Ihre Bedürfnisse im Klaren sind, wie soll das denn dann ein anderer Mensch können?

Der beste Ansatz gegen Schuldzuweisungen

Ertappen Sie sich also immer wieder dabei, dass Sie anderen die Schuld an irgendetwas geben, wird es Zeit, dass Sie sich einmal intensiver mit sich selbst und Ihren Bedürfnissen auseinander setzen. Denn erst wenn Sie wissen, wo bei Ihnen der Schuh drückt, haben Sie eine Basis dazu geschaffen, sich mitteilen zu können und Kommunikation und eine Verbesserung der Lage herbeizuführen.
Denn im Grunde möchte jeder Mensch das Gleiche: dass das Gegenüber mit den eigenen Bedürfnissen fürsorglich und verständnisvoll umgeht.

Doch wie finden Sie heraus, woran es Ihnen mangelt?

Einen ersten wichtigen Hinweis geben Ihnen Ihre Schuldzuweisungen selbst. Setzen Sie sich am besten einmal in Ruhe hin und lassen vor Ihrem geistigen Auge Situationen wieder aufleben, in denen Sie anderen Menschen Schuldzuweisungen gegeben haben. Was sagten Sie? Wann waren Sie emotional besonders aufgebracht? Auf was haben sich diese Schuldzuweisungen bezogen? Wie können Sie selbst und andere diese Bedürfnisse besser befriedigen?

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