Bildungsurlaub/Förderung

WAS IST BILDUNGSURLAUB?

Über Bildungsurlaub schreibt Wikipedia:

Bildungsurlaub ist eine besondere Form des Urlaubs, die der beruflichen oder politischen Weiterbildung dient. Er wird oft auch Bildungsfreistellung genannt, um den Eindruck eines Erholungsurlaubs zu vermeiden.

Im Übereinkommen Nr. 140 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über den bezahlten Bildungsurlaub hatte sich die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich verpflichtet, einen bezahlten Bildungsurlaub zum Zwecke der Berufsbildung, der allgemeinen und politischen Bildung sowie der gewerkschaftlichen Bildung einzuführen. Da der Bund untätig blieb, verabschiedeten die Bundesländer eigene Landesgesetze, die Arbeitnehmern einen Anspruch auf die Gewährung von Bildungsurlaub geben.

Die westdeutschen Länder (außer Bayern) führten den Bildungsurlaub ab 1974 ein, zuerst Hamburg, bis in die 90er Jahre die restlichen Bundesländer; nach der deutschen Einigung zogen die ostdeutschen Länder (außer Sachsen und Thüringen) nach.

Alle diese Landesgesetze gehen von einer bezahlten Freistellung von fünf Arbeitstagen pro Jahr aus (außer Saarland). Der Freistellungsanspruch ist in der Regel auf Themen der politischen und beruflichen Bildung beschränkt.

Um die Kosten für Arbeitgeber zu begrenzen bzw. aufzufangen, gibt es für kleine und mittlere Unternehmen in Rheinland-Pfalz einen pauschalierten Erstattungsanspruch für die Lohnkosten (§ 8 Bildungsfreistellungsgesetz Rheinland-Pfalz). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen pauschalierten Erstattungsanspruch in Höhe von 110 Euro pro Tag für politische Weiterbildung und der Qualifizierung für die Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeiten bzw. 55 Euro pro Tag für berufliche Weiterbildung.

Folgende Bildungsurlaubsgesetze gelten derzeit:

In Bayern, Sachsen und Thüringen gibt es keine Bildungsurlaubsgesetze. Die gegenwärtige Landesregierung in Thüringen hat aber entsprechende Gesetzentwürfe angekündigt.

 

Förderungsmöglichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier finden weitere Förderungsmöglichkeiten für Weiterbildung und auch Existenzgründer. Wir bitten dies als Anregung zu sehen. Es besteht kein Anspruch an Vollständigkeit.

Baden-Württemberg: Umfangreiche Infos bietet die Weiterbildungsdatenbank Baden-Württemberg

Berlin: Bildungsurlaub, Beratung zu anderen Weiterbildungs- maßnahmen des LernNetzes Berlin-Brandenburg, Einarbeitungs- und Qualifizierungszuschuss

Brandenburg: Bildungsschecks und weitere Fördermöglichkeiten

Hamburg: Förderung durch die Mittelstandsförderung (Unternehmen und Existenzgründer), Bildungsurlaub

Mecklenburg-Vorpommern: Bildungsscheck

Sachsen: Förderprogramme des europäischen Sozialfonds

Sachsen-Anhalt: Bildungsscheck

Schleswig-Holstein: Zukunftsprogramm Arbeit, Weiterbildung für Beschäftigte uvm.

Thüringen: Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds

Qualischeck RLP Zuschuss 50 % max. 2000 € für Weiterbildungen zur beruflichen Qualifizierung

Qualifizierungsscheck Hessen Zuschuss 50 % max. 500 € für Weiterbildungen zur beruflichen Qualifizierung

Bildungsscheck NRW Zuschuss 50 % max. 500 € für Weiterbildungen zur beruflichen Qualifizierung

Bildungsprämie Zuschuss 50 % max. 500 € für Weiterbildungen zur beruflichen Qualifizierung

Beratungsprogramm Wirtschaft NRW – für Gründungsberatung Zuschuss 50 % max. 400 € je Tagewerk Zuschuss 80 % max. 400 € je Tagewerk (Gründung aus ALG II)

Gründungszuschuss – aus ALG I (Restanspruch 150 Tage) 6 Monate indiv. Arbeitslosengeld zzgl. 300 € Sozialversicherungspauschale zzgl. 9 Monate 300 € Sozialversicherungspauschale

Einstiegsgeld – aus ALG II abh. Von Dauer der Arbeitslosigkeit (max. 12 Monate) Zuschüsse/Darlehen max. 5000 € für Sachgüter, Beratung und Schulung

Mikrokredite 5.000 und 25.000 € Darlehen durch Mikrofinanzinstitute Investitionen und Betriebsmittelbedarf von Kleingründungen

ERP – Gründerkredit Startgeld Darlehen bis zu 100.000 € für Existenzgründer und junge Unternehmen Vergabe nach dem Hausbankprinzip  2 tilgungsfreie Anlaufjahre

Gründercoaching DeutschlandZuschüsse für Gründungsberatung Zuschuss 50 % max. 400 € je Tagewerk Zuschuss 75 % max. 600 € je Tagewerk (u.a. neue Bundesländer) Zuschuss 90 % max. 720 € je Tagewerk (Gründung aus ALG II)

Potentialberatung NRW – ab 5 Jahren nach Gründung Zuschuss 50 % max. 500 € pro Beratungstag – max. 15 Beratungstage

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