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Wie Sie Ihre Hochsensibilität als Gabe verstehen können

Hochsensibilität als Gabe? Das würden einige HSPs bestreiten. Dabei kann dieser Wesenszug durchaus eine Begabung und ein Talent sein – sofern hochsensible Menschen richtig mit ihrer Veranlagung umgehen.

Hochsensibilität als Gabe? Das würden einige HSPs bestreiten. Dabei kann dieser Wesenszug durchaus eine Begabung und ein Talent sein – sofern hochsensible Menschen richtig mit ihrer Veranlagung umgehen.

Hochsensibilität früher und heute

In früheren Zeiten galten Hochsensible als „mimosenhaft“, „(zu) zart besaitet“, „melancholisch“ oder „sehr sensibel“. Häufig konnten diese Menschen ihr Naturell auch nicht ausleben. Zum einen, weil sie wenig bis kein Verständnis für ihre Veranlagung erfuhren und zum anderen, weil sie durch schwere und harte Zeiten (zum Beispiel die Nachkriegsjahre) zum Pragmatismus und zum Funktionieren gezwungen wurden.

Doch selbst heutzutage, in der Hochsensibilität mittlerweile von der Wissenschaft nicht mehr als Krankheit gesehen wird, sondern als Veranlagung und Befindlichkeitszustand anerkannt worden ist, stoßen viele Hochsensible auf Unverständnis. „Du bist heute ja mal wieder empfindlich!“, heißt es da oft. Oder es wird gleich zu richtig harten Worten, wie „hysterisch“ oder „zickig“ gegriffen. Auch der Vergleich mit der bekannten „Prinzessin auf der Erbse“ taucht häufig auf. Kein Wunder, dass die Betrachtung von Hochsensibilität als Gabe nicht immer gelingt.

Was stimmt nicht mit mir?

Was in diesen Aussagen immer mitschwingt ist dabei die unausgesprochene Frage, was mit einem nicht stimmt. Schließlich wird uns in unserer Gesellschaft schon von klein an vorgelebt, dass wir immer und überall stark sein und uns kontrolliert geben sollen – vor allem im Hinblick auf unsere Gefühle – und möglichst auch „Cool“. Und dass am besten ständig und in jeder Situation.

Verletzlichkeit hingegen wird oft als Schwäche interpretiert, weswegen sie auch immer noch ein ziemlich schlechtes Image hat. Deswegen irritiert es viele Menschen, dass es Personen gibt, die zu ihren Gefühlen und Emotionen stehen und ihre Verletzlichkeit offen zeigen.

Hochsensibilität als Gabe

Hochsensibilität ist gar nicht so selten. Schätzungen ergeben, dass ungefähr 20 Prozent der Weltbevölkerung diese Veranlagung haben. Doch weil hochsensible Menschen bereits von klein auf zu hören bekommen, dass sie nicht so empfindlich sein, sich ein dickeres Fell zulegen und stark sein sollen, haben sie häufig eine schlechte Meinung von sich. „Ich bin zu empfindlich für diese Welt“, hört man beispielsweise als Coach häufig, oder auch „Ich fühle mich wie ein Alien!“ Außerdem sind auch Gedanken wie „Ich bin nicht in Ordnung!“ oder „Ich gehöre nicht dazu, weil ich so anders bin!“ ein Thema. Hochsensibilität als Gabe? Weit gefehlt!

Dabei kann dieser Wesenszug eine wunderbare Begabung und eine ganz besondere Befähgung sein – sofern Hochsensible, die auch HSPs genannt werden (für highly sensitive person) – gelernt haben, sowohl mit ihrer Veranlagung richtig umzugehen als auch sich selbst für dieses Talent wertzuschätzen. Denn häufig verurteilen hochsensible Menschen sich selbst dafür, dass sie ständig so „mimosenhaft“ und anders als andere sind und reagieren!

Hochsensibilität = Talent?

Wer selber hochsensibel ist und bislang diesen Wesenszug eher als Fluch betrachtet hat, wird jetzt wahrscheinlich gar nicht verstehen, was daran ein Talent sein soll. Vielleicht kommen auch Gedanken wie: „Hochsensibilität als Gabe? Die hat ja gut reden, wenn sie selber nicht hochsensibel ist!“

Tja, was soll ich sagen? Ich weiß, wovon ich rede, denn tatsächlich bin ich selber ebenfalls hochsensibel. Und ich weiß mittlerweile, dass diese meine Hochsensibilität eine große Stärke ist!

Denn was zeichnet uns Hochsensible aus? Wir sind empathisch und können uns leichter in andere Menschen hineinversetzen. Außerdem sind wir gute Zuhörer. Gepaart mit der Empathie vermitteln wir unserem Gegenüber dadurch Interesse, Anteilnahme und Mitgefühl. Das ist nicht nur in therapeutischen und beratenden Berufen ein sehr großes Plus. Auch im Privatleben erfahren wir dadurch sehr viel Dankbarkeit, Freundschaft und Liebe.

Und das ist noch längst nicht alles: Hochsensible denken sehr analytisch und erfassen schnell komplexe Zusammenhänge. Dadurch erkennen wir Chancen, Ressourcen und mögliche Herausforderungen und Probleme häufig im Voraus, mit dem Vorteil, dass wir bereits frühzeitig darauf eingehen und gegebenenfalls auch gegensteuern können. Durch unsere stark ausgeprägte Vorstellungskraft und Kreativität finden wir obendrein schnell (ausgefallene und innovative) Lösungen für solche Herausforderungen und Probleme.

Sie sehen: Hochsensibilität als Gabe zu sehen ist durchaus möglich!

Mehr dazu können Sie in diesem interessanten Beitrag nachlesen: https://www.n-tv.de/wissen/Hochsensible-wer-gehoert-dazu-und-was-bedeutet-das-article25091715.html.

Abgrenzung ist als Hochsensibler wichtig

Und obwohl die oben beschriebenen Stärken und Talente wirklich tolle Fähigkeiten sind, die vor allem in unserer heutigen Zeit und in unserer heutigen Gesellschaft dringend gebraucht werden, möchte ich jedoch gar nicht bestreiten, dass die Hochsensibilität auch ihre Schattenseiten hat. Denn gerade, weil wir so sensitiv sind und alles in uns aufnehmen, kommen wir schnell an unsere Leistungsgrenzen. Deswegen sind wir auch häufig früher erschöpft, als jemand der kein HPS ist.

Außerdem haben wir durch unsere ausgeprägte Empathie häufig das Problem, uns von anderen abzugrenzen und auch mal „Nein“ zu sagen. Gedanken wie „Wenn ich jetzt ablehne, wird der andere denken, dass er*sie mir egal ist oder dass ich egoistisch bin.“ tauchen dann auf.

Und genau hier hat die Wahrnehmung, dass Hochsensibilität eher ein Fluch denn eine Gabe ist, ihren Ursprung: Dadurch, dass wir uns nicht abgrenzen (wollen oder können), nehmen wir viel zu viele Reize auf, was zu einer Reizüberflutung führt. Als Folge davon kann es zu verstärkter innerer Unruhe, Schlafstörungen, Depressionen, Angststörungen und weiteren psychosomatischen Erkrankungen kommen.

Deswegen ist es als Hochsensibler absolut wichtig, zu lernen, sich abzugrenzen und auch mal „Nein“ zu sagen!

Selbstfürsorge ist für Hochsensible absolut notwendig!

Denn die Abgrenzung macht Sie nicht zu einer emotionslosen Person. Und auch das „Nein“-Sagen hat nichts mit Egoismus zu tun. Im Gegenteil: Beides ist extrem wichtig und notwendig – nicht nur für uns hochsensible Menschen, sondern generell für alle Menschen – um weiterhin leistungsfähig zu bleiben. Das Stichwort ist hier die Selbstfürsorge, was Sie in einem meiner früheren Blogartikel nachlesen können: Mit Selbstfürsorge zu einem gesunden und glücklichen Leben.

Und Selbstfürsorge sollten Sie sich als hochsensibler Mensch ganz besonders angedeihen lassen. Denn wie bereits geschrieben, nehmen wir HSPs häufig viel zu viele Reize auf, was dann zu einer Reizüberflutung führt. Deswegen ist es gut, wenn Sie sich sowohl für Ihren Beruf als auch für Ihren Alltag einige Strategien erarbeiten. Dabei stehen Auszeiten ganz oben auf der Liste. Denn wir Hochsensible brauchen Zeiten, in denen wir uns von der stimulierenden Welt zurückziehen und damit nicht nur unseren Körper, sondern auch unserem Gehirn Ruhe gönnen. Was Sie in dieser Zeit tun, bleibt dabei ganz Ihnen überlassen: Meditieren Sie, gehen Sie Spazieren oder Wandern, machen Sie Atemübungen – vielleicht diese auch in Verbindung mit Yoga oder Qigong. Alles, was Ihnen guttut, ist erlaubt!

Vielleicht möchten Sie aber auch generell mehr über sich und Ihre ganz individuellen Stärken und Schwächen hinsichtlich der Hochsensibilität erfahren und anhand von Übungen und gezielten Fragestellungen erarbeiten, wie Sie einen besseren und entspannteren Umgang mit diesem Wesenszug sowohl im Berufs- als auch im Privatleben hinbekommen und dadurch Ihre Hochsensibilität als Gabe erfahren können? Dann empfehle ich Ihnen unser Seminar Hochsensibel durch den Tag, in dem unsere erfahrene und selber hochsensible Dozentin Katharina Straub Sie kompetent, sicher und einfühlsam zu einem gelasseneren Umgang mit sich und Ihrer Hochsensibilität begleiten wird.

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